Rendezvous mit Vampieren

 

Frau Katrin H., Odenwaldkreis berichtet in lockerer Folge von ihren Erfahrungen mit der Blutegeltherapie

 

 
Seit etlicher Zeit sind Vampire das, was früher Cowboys, Geheimagenten oder ähnliche toughe Typen waren, der Stoff für Jungmädchenträume. Die Vorstellung, sich von gut gebauten, bleichen Jünglingen, mit melancholischem Blick und dunklen Trieben beißen zu lassen, ist offenbar in. Die Blutsauger, die mich zur Zeit bis in meine Träume verfolgen, haben aber leider nichts von der unterschwelligen Erotik eines Robert Pattisson, im Gegenteil, sie sind echt eklig oder besser „egelig“.

 
Nach allen möglichen vergeblichen Versuchen, meinen chronischen Tennisellenbogen loszuwerden, hat man mich auf die Möglichkeit einer Behandlung durch Blutegel aufmerksam gemacht.

 

Komplett von den üblichen Methoden frustriert, bin ich – theoretisch – für alles offen. Schon bevor ich mich konkret nach Möglichkeiten erkundigt hatte, wurde ich nachts von Albträumen geplagt, in denen Nacktschnecken auf meinem Körper rumkrochen, also legte ich meine Bemühungen in diese Richtung erst mal auf Eis. Da meine Beschwerden aber so lästig wurden, und sich nicht auf Eis legen ließen, ging ich die Sache nun doch an.
Die Heilpraktiker-Praxis Jutta Desiere in Jugenheim ist eine der wenigen, die diese Methode im Umkreis anbietet. Bei meinem Anruf gestand ich meine Phobie vor allem Schleimigen, Glitschigen und wurde von Frau Desiere eingeladen, mir vorab einen Eindruck zu verschaffen. Dieses Angebot nahm ich gerne an.

 

Also treffe ich mich mit meinen neuen, kleinen Freunden.

 

Liebe auf den ersten Blick ist es wirklich nicht.
Sie dümpeln in einem Wasserbehälter herum -  schwarze, dünne Würmer, die sich mit ihren Beißwerkzeugen an Warmblütern festsaugen, um von ihrem Blut zu leben. Frau Desiere erläutert mir detailliert, wie die Behandlung vonstatten geht. Eine geeignete Anzahl der lieben Kleinen (meist 2 bis 5) wird an der entsprechenden Stelle angesetzt. Dort saugen sie sich über eine Zeit von ca. 60 Minuten voll. Im Laufe dieses Prozess sollen sie ein Sekret ins Blut abgeben, das zur erwünschten lindernden Wirkung führen soll. Wenn sie satt und vollgesoffen sind, fallen sie fett und zufrieden ab. Igittttt! Keine angenehme Vorstellung.

 
Aber ich gebe ihnen eine Chance. Todesmutig verabrede ich einen Termin.  Hoffen wir nur, dass die Burschen mich nicht genauso eklig finden, wie ich sie.

 
Nun ja, ich werde demnächst an dieser Stelle berichten, wie es war.

 

Kommentare: 8
  • #8

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